Bischofssitz und Garnisonsstadt

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Bischofssitz

*mehr Infos unter www.raule-und-mehr.de


Historisches

Havelberg wurde im Jahr 946 durch Kaiser Otto I. als Bischofssitz im Zuge der deutschen Osterweiterung gegründet. Doch schon kurz nach der Gründung siedelten für fast 150 Jahre wiederum die Slawen hier.

Erst im 12. Jahrhundert eroberten die Deutschen diesen Landstrich zurück und errichteten von 1150 – 1170 den Dom, dem ein Prämonstratenser-Chorherrenstift angeschlossen war. Die Domweihe fand am 16. August 1170 unter Teilnahme von Albrecht dem Bären, dem askanischen Gründer der Mark Brandenburg, statt. 1151 erhielt der Ort die Stadtrechte. 1310 wurde das erste Rathaus gebaut, dem 1698 das heutige folgte.

1561 wurde das Domkapitel lutherisch und 1571 erfolgte die Eingliederung des Bistums Havelberg in das Kurfürstentum Brandenburg.

Havelberg litt schwer unter dem 30-jährigen Krieg und 1661 vernichtete ein Feuer große Teile der Stadt.

Strategisch gut gelegen wurde Havelberg im Jahr 1685 Garnisonsstadt und beherbergte seitdem Angehörige der verschiedensten Armeen.

Aufbauend auf der Tradition des Schiffsbaus entstanden im Zeitraum von 1688 bis 1698 mehr als 15 hochseetüchtige Schiffe. Unter Benjamin Raule* wurden diese mit der Hilfe niederländischer Schiffbauer für den Kurfürsten der Mark Brandenburg gebaut und von hier nach Hamburg und Berlin gebracht.

1698 wurde ein neues Rathaus gebaut, nachdem das erste Rathaus 1627 durch dänischen Beschuss zerstört worden war. Von besonderer Bedeutung war auch das Treffen des russischen Zaren Peter der Große mit dem preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. 1716 in Havelberg, wobei Gastgeschenke ausgetauscht wurden: Preußen übergab das Bernsteinzimmer und erhielt dafür Soldaten, die sogenannten „Langen Kerls“.

Auch heute noch ist Havelberg eine Garnisonstadt. Mit der deutschen Wiedervereinigung sind es über eintausend Soldatinnen und Soldaten, die ihren Dienst in der „Elb-Havel-Kaserne“ leisten.